Zwei Bauepochen, zwei Ausgangslagen für die Decke
Saarlouis wurde ab 1680 als Festungsstadt nach Plänen von Vauban angelegt, mit sechs Bastionen und einem nahezu regelmäßigen sechseckigen Grundriss; der Verlauf der alten Wälle ist in den Ringstraßen des 19. Jahrhunderts noch zu erkennen. Von Dezember 1944 bis März 1945 wurden große Teile der Innenstadt sowie Roden und Fraulautern zerstört, der Wiederaufbau lief von 1948 bis 1954 rund um Großen und Kleinen Markt. Gleichzeitig steht eine erhebliche Zahl von Gebäuden aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert in der Denkmalliste. Für die Decke heißt das zwei verschiedene Ausgangslagen: Häuser dieser Epoche haben oft Deckenhöhen um drei Meter, im Wiederaufbau-Bestand ist die Höhe knapp. Deshalb messen wir die lichte Höhe an mehreren Punkten, nicht nur in einer Ecke — alte Decken sind selten in der Waage.
