Bruchstein im Hochwald: nichts ist im Lot
Wadern liegt im Hunsrückvorland, dem Übergang vom Saar-Nahe-Bergland zum Hunsrück; die höchste Stelle ist der Springkopf mit 529 Metern im Stadtteil Wadrilltal. Der Untergrund der Region ist devonischer Schiefer, aus dem die Quarzitrücken herausragen — beides diente über Generationen als Baustein. Alte Häuser in den Hochwalddörfern haben deshalb Wände aus Bruchstein: unterschiedlich dicke Steine, wechselnde Fugen, Flächen, die um mehrere Zentimeter aus dem Lot laufen. Diese Wand gerade zu bekommen, indem man Profile direkt darauf schraubt, funktioniert nicht. Ich stelle eine freie Vorsatzschale davor, richte sie nach Lot und Schnur aus und befestige nur an Boden und Decke. Der Bruchstein bleibt, wie er ist.
