Siedlungshäuser mit ungenutztem Dach
Lebach ist nach dem Krieg deutlich gewachsen: Gymnasium und Lehrerseminar kamen dazu, später die Garnison in der Graf-Haeseler-Kaserne und das zentrale Flüchtlingsaufnahmelager. Aus dieser Zeit stammt ein großer Teil des Wohnbestands in den elf Stadtteilen. Diese Häuser haben eines gemeinsam: ein Satteldach mit ungenutztem Raum darunter und Sparren, die nach heutigem Maß flach sind, oft nur zehn bis vierzehn Zentimeter hoch. Wer dort einfach Dämmung zwischen die Sparren klemmt, verliert Dämmwirkung und riskiert Feuchte an der Innenseite. Ich dopple die Sparren mit Latten auf, sodass die volle Dämmstärke ohne Quetschung passt, und ziehe die Dampfbremse dahinter luftdicht durch. Die Traglattung davor bringt einen zweiten Nutzen mit: In ihrer Ebene lassen sich Kabel und Dosen führen, ohne dass jemand die Dampfbremse durchstoßen muss.
