Die Siedlung der Hüttenarbeiter
Die Völklinger Hütte wurde im Juli 1986 stillgelegt und 1994 als erstes Industriedenkmal überhaupt in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Zur Hütte gehörten Werkssiedlungen: Zwischen 1882 und 1889 entstanden vier Arbeiterkolonien, und ab dem ersten Spatenstich am 20. April 1937 die Stammarbeitersiedlung Röchlinghöhe, damals Bouser Höhe. Bis 1939 waren dort 128 Häuser fertig, getragen von der Allgemeinen Baugenossenschaft 1904 und zum großen Teil von den Siedlern selbst gebaut. Diese Häuser stehen heute noch und werden in zweiter oder dritter Generation bewohnt. Nach dem Zensus 2022 stammen 34 Prozent der Völklinger Wohngebäude aus der Zeit vor 1949. Der Bestand ist also alt, gepflegt und im Inneren selten gedämmt.
